Du mich auch: Ein Rache-Roman

von Ellen Berg

Für mich eher selten: ein Hörbuch!

Ich wollte schon lange mal etwas von Ellen Berg lesen (oder hören), weil die immer so witzige Titel hat, und die Klappentexte auch so lustig sind. Ausserdem haut die Romane raus wie andere Leute ihre Hemden wechseln.

Es geht um drei Freundinnen, die sich nach 25 Jahren auf einem Klassentreffen wiederbegegnen, und sich zuerst gegenseitig versuchen zu beeindrucken. Eine ist erfolgreiche Geschäftsfrau, die zweite ist Politikerin, und die dritte hat einen reichen Mann und perfekte Kinder. Nach ein paar Flaschen Schampus geben sie aber dann doch zu: keine von ihnen ist glücklich, und Schuld daran sind ihre Männer, von denen sie betrogen, ausgenutzt oder ignoriert werden. Es dauert nicht lange, und sie beschliessen Rache zu üben, und es ihren Männern so richtig heimzuzahlen.

Ich habe mich köstlich amüsiert, und der einzige Grund warum es “nur” 4 Sterne bekommen hat ist, dass ich doch lieber selber lese als Hörbücher zu hören. Sonst hätte es 5 Sterne bekommen.

Das unendliche Licht

von Thomas Finn

Der Irrlichfänger Kai muss mitansehen, wie sein Dorf zerstört, und seine Großmutter ermordet wird. Untote Piraten sind die Elbe heraufgesegelt, um die Irrlichter zu stehlen, und Kai entkommt nur knapp dank der Hilfe von Elfe Fi und Gargoyle Dystariel. Er reist mit ihnen nach Hammaburg, der Stadt der Windmacher und Magier, um Zauberlehrling zu werden.

Das Buch war fantastisch, denn es kamen so viele tolle magische Wesen vor, dass ich mich gar nicht mehr eingekriegt habe. Gargoylen sind mal etwas wirklich seltenes in Fantasybüchern, und auch Däumlinge kommen nicht so oft vor, und dass es auch noch einen Klabautermann gibt, war für mich die Krönung.

Es gibt allerdings etwas Verwirrung, was die Reihenfolge angeht:

Ursprünglich was Das unendliche Licht Band 1 der Chroniken der Nebelkriege.

Mittlerweile ist es aber auf Platz 2 verschoben worden, denn Band 4 wurde zu Band 1 ernannt, und jetzt geht die Tetralogie mit Der silberne Traum los. Alles klar? Ich sage ja: verwirrend.

Der pfeifende Tiger

von Bibi Rend

Um ehrlich zu sein, ist meine Rezension auf Goodreads niederschmetternd ausgefallen: “Schulaufsatz 7. Klasse”. Ich habe diese Kurzgeschichte gekauft, weil ich den Titel toll fand – ich wollte unbedingt wissen, was es mit dem pfeifenden Tiger auf sich hat.

Leider ist der Schreibstil so unterirdisch, dass ich die Geschichte beim besten Willen nicht beenden konnte. Die Erzählerin wechselt von der Gegegnwartsform plötzlich nahtlos in die Vergangeheitsform, obwohl die Ereignisse chronologisch ablaufen, was wirklich sehr verwirrend war. Die Sprache ist einfach, um nicht zu sagen kindlich, und man möchte der Autorin ständig bessere, anspruchsvollere Formulierungen vorschlagen.

Ich habe mein Kindle entnervt ausgeschaltet, ohne je herauszufinden was das für ein Tiger ist.

Als Büchertante auf Booktube unterwegs

Nachdem ich mich schon eine Weile damit beschäftigt habe, ob ich auch gerne booktuben möchte, bin ich ins kalte Wasser gesprungen und habe mein allererstes Video hochgeladen. Verzeiht mir die vielen “äähms”, ich bin noch nicht so geübt darin mit der Kamera flüssig zu reden, und das meiste war ohne Script.

Viel Spaß beim anschauen!

Kommentar: Magic – An Anthology of the Esoteric and Arcane

Herausgeber: Jonathan Oliver

Diese Kurzgeschichtensammlung zum Thema Magie umfasst 15 Geschichten von verschiedenen Autoren.

Besonders gut gefallen haben mir die Beiträge von Sofia McDougall (‘Mailerdeamon’) und Gail Z. Martin (‘Buttons’), die verdienen 5 Sterne. Die Geschichte von Gemma Files (‘Nanny Grey’) habe ich übersprungen, weil ich die erste Seite so unangenehm fand, das ich den Rest gar nicht wissen wollte.

Jede Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema Magie, aber auf die unterschiedlichsten Arten. Von der Voodoo Göttin bis hin zum schummelnden Hütchenspieler ist alles mögliche dabei. Ich frage mich allerdings, warum das Cover so nach SP-Anfänger aussieht.

Kommentar: Eadric the Grasper

von Jayden Woods

Dies ist der erste Band einer Trilogie mit dem Namen ‘Sons of Mercia’. Da ich recht lange auf den nächsten Band von Bernard Cornwell’s Uhtred-Saga warten musste, gefiel mir dieses Trio sofort, denn natürlich wollte ich in das Königreich Mercien zurückkehren, und vom Kampf der Angelsachsen gegen die Wikinger lesen!

Die Ereignisse beginnen etwa 100 Jahre später als die Cornwell-Serie, und auch wenn mir natürlich klar war, dass Woods wahrscheinlich nicht an Cornwell heranreichen würde, war ich dennoch gespannt. Eadrics Geschichte beginnt in seiner Jugend als Schweinehirt, und wir folgen ihm in seinem Streben nach Macht und Einfluss. Er steigt schnell auf, schart Gefolgsleute um sich, und macht sich einen Namen bei Hofe.

Trotzdem konnte mich das Buch nicht fesseln. Es lag eigentlich nicht einmal daran, dass die Kämpfe (verglichen mit Cornwell) nicht sehr ausführlich beschrieben sind – darauf war ich ja vorbereitet. Sondern diese elende “Romanze” mit Aydith fand ich zum würgen. Während irgendeiner Szene wo sie sich mal wieder schmachtend in den Armen liegen habe ich dann abgebrochen.

Ich warte lieber auf den nächsten Uhtred.