DNF: Bücher abbrechen oder nicht?

Bücher abbrechen oder nicht?

Sollte man Bücher abbrechen oder nicht? DNF steht für Did Not Finish, also “habe ich nicht beendet”.

Es gibt viele Gründe für oder gegen das Abbrechen von Büchern.

Manche Leute lassen sich von nichts abschrecken, und lesen wirklich jedes angefangene Buch zuende. Andere legen ein Buch nach den ersten 50 Seiten ohne jegliche Gewissensbisse für immer wieder weg. Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht. Weiter

Der Buxtehuder Bulle: alle Preisträger

Der Buxtehuder Bulle

Der Buxtehuder Bulle wird wird jedes Jahr für ein Jugendbuch verliehen, das im vorhergegangenen Jahr auf deutsch erschienen ist. Der Preis ist die wichtigste Ehrung für Jugendliteratur in Deutschland und wurde 1971 vom Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann ins Leben gerufen.

Bereits 49 Schriftsteller durften den Buxtehuder Bullen in den letzten 50 Jaren entgegennehmen – Gudrun Pausewang sogar schon zweimal.

Hier ist die komplette Liste aller Preisträger seit der ersten Verleihung 1972: Weiter

Buchblog SEO

Ich habe die letzten sechs Rezensionen mal nach SEO Gesichtspunkten geschrieben. Also so, dass sie Suchmaschinen-optimiert sind, und alle Kriterien eines “guten” SEO Posts erfüllen.

Das war echt anstrengend, denn wenn ich die Rezi so geschrieben habe, wie ich es wollte, bekam ich dauernd so Meldungen wie “Die Schlagwörter kommen nicht im ersten Absatz vor” oder “Die Metabeschreibung ist zu lang” oder “Du verwendest zu wenig Zwischenüberschriften”.

Das war echt nervig.

Da ich mit diesem Blog nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten will, sondern allerhöchstens ein paar Pfennige bekomme, wenn ihr über einen Affiliate-Link ein Buch bestellt, werde ich das mit dem ausgefeilten “guten” SEO auch wieder sein lassen. Ich schreibe also künftig meine Rezis wieder so, wie sie mir passen.

Wer mit WordPress arbeitet und seine Beiträge SEO-tauglich machen will, sich aber noch nicht so gut auskennt, dem empfehle ich das Plugin Yoast SEO. Mit der kostenlosen Variante kann man schon wirklich viel machen, die Pro-Version braucht man wirklich nur wenn man eine Firmenseite o.ä. betreibt.

Bis bald!

Magic – An Anthology of the Esoteric and Arcane

Herausgeber: Jonathan Oliver

Diese Kurzgeschichtensammlung zum Thema Magie umfasst 15 Geschichten von verschiedenen Autoren.

Besonders gut gefallen haben mir die Beiträge von Sofia McDougall (‘Mailerdeamon’) und Gail Z. Martin (‘Buttons’), die verdienen 5 Sterne. Die Geschichte von Gemma Files (‘Nanny Grey’) habe ich übersprungen, weil ich die erste Seite so unangenehm fand, das ich den Rest gar nicht wissen wollte.

Jede Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema Magie, aber auf die unterschiedlichsten Arten. Von der Voodoo Göttin bis hin zum schummelnden Hütchenspieler ist alles mögliche dabei. Ich frage mich allerdings, warum das Cover so nach SP-Anfänger aussieht.

Hello Bernard, can I get a picture?

Ich habe mich endlich aufgerafft, den Buchladen zu besuchen, der für die Dreharbeiten der Comedyserie “Black Books” hergehalten hat, in der Bernard Black, ein griesgrämiger Buchhändler, zusammen mit seinem Assistenten und seiner Nachbarin allerlei Abenteuer erlebt, und dabei praktisch überhaupt keine Bücher verkauft.

Der Laden ist in Bloomsbury, ganz in der Nähe von King’s Cross.

Einen Scheiß muss ich

von Tommy Jaud

Genre: Humor

ISBN: 978-3596032280

Als ich den Titel sah, habe ich sofort zugegriffen. Das passte zu mir, denn das ist haargenau meine Reaktion, wenn mein (jetzt Ex-)Freund zu mir sagt: “Du musst die Socken bügeln” oder ähnlichen Blödsinn. Einen Scheiß muss ich.

Das Buch ist eine Parodie auf die vielen Selbsthilfebücher, die vor allem in Amerika reißenden Absatz finden. Jaud hat dabei auch kein Thema ausgelassen – von Eheproblemen, über Karrierewahn und regelmäßigem Sport, bis hin zu gesunder Ernährung spricht er alles an, was wir eigentlich “müssten”. Oder auch nicht.

Dabei dreht er alles um, und führt lauter Argumente an, warum wir nicht jeden Trend mitmachen müssen, sondern eben auch mal sagen sollten: “Einen Scheiß muss ich.”

Die Ausführungen zu den verschiedenen Themen sind lustig, aber die Kapitel wiederholen sich sehr stark vom Stil und Aufbau her. Die letzten Kapitel habe ich deshalb nur noch quergelesen, um mir die witzigen Stellen herauszupicken.

 

Die Dynastie der Maschinen

von Daniel H. Wilson

Animierte Puppen werden als Automaten bezeichnet, und wurden als wundersame Gegenstände ausgestellt. Ein Avtomat ist so viel mehr – er hat ein Bewusstsein, agiert selbstständig und ist unsterblich.

Die Archäologin June interesstiert sich eigentlich für Automaten, bis sie bei ihren Recherchen einer geheimnisvollen Gruppe in die Quere kommt und Hals über Kopf mit einem lebenden Avtomaten in ein rasantes Abenteuer stolpert.

Das Buch springt zwischen verschiedenen Zeiten hin und her, und erzählt in Rückblicken durch die Jahrhunderte, wie es schliesslich dazu kommt, dass ausgerechnet June in die ganze Sache verwickelt wird – denn das ist kein Zufall.

Am Schluss gibt es einen tollen Showdown, der auch in einen Indiana-Jones-Film gepasst hätte. Ich konnte das Buch am Schluss kaum aus der Hand legen.

Die deutsche Übersetzung erscheint am 1. Februar 2019 als Taschenbuch.

Der Keller

von Minette Walters

Die wohlhabende Familie Songoli lebt in London, fern ihrer afrikanischen Wurzeln. Es geht ihnen gut – Herr Songoli hat einen gutbezahlten Job, seine Frau kann sich den ganzen Tag ihren Einkäufen widmen, die Söhne gehen auf eine teure Privatschule.

Doch sie haben ein Geheimnis: Muna, ein Mädchen aus einem Waisenhaus in der fernen Heimat, mit falschen Papieren nach England geschmuggelt. Sie lebt im Keller der Songolis, und muss ihnen als Haussklavin dienen, wird geschlagen und war noch nie draussen. Eines Tages kommt der jüngste Sohn Abiola aus der Schule nicht nach Hause. Die Polizei ermittelt, und plötzlich verändert sich alles für Muna.

Dieses Buch ist recht kurz für Minette Walters, aber trotzdem wieder einmal voller Spannung. Walters ist definitiv eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen, ich habe ein halbes Regalbrett voller Krimis aus ihrer Feder, und auch diesmal hat sie mich nicht enttäuscht. Das Ende hat mir besonders gut gefallen, weil es vom “normalen” Krimi abweicht.

Lost in Fuseta

von Gil Ribeiro

Das Buch fiel mir in einem Laden in die Hände, und da ich noch nichts für Portugal in meiner literarischen Europa-Reise hatte, passte es genau. Ausserdem hatte ich gerade Lust auf einen Krimi.

Der Protagonist Leander Lost ist urkomisch, obwohl er gar keine Witze macht. Als Mensch, der nicht lügen kann, und Dinge wie Sarkasmus und Ironie nicht versteht, entwickeln sich seine Gespräche mit Kollegen und Mitmenschen immer anders, als von seinem Gegenüber erwartet.

Auf einem internationalen Austauschprogramm der Polizei gerät Lost, kaum dass er in Faro ankommt, mit seinen portugiesischen Kollegen Rosado und Esteves sofort in einen spannenden Fall. Sie beginnen zu ermitteln, doch der Mord an dem Privatdetektiv O Olho ist viel verworrenener, als sie zuerst annehmen.

Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, ich mochte vor allem den fortwährend essenden Carlos Esteves, dank dem ich gleich eine Reihe portugiesischer Gerichte kennengelernt habe. Und Graciana Rosados Fahrstil war so lebhaft beschrieben, dass ich mich vorsichtshalber an der Sofakante festgehalten habe, wenn sie am Steuer saß.

Ich werde mir den nächsten Band sicherlich auch kaufen.