Der Schatten des Chamäleons

von Minette Walters

Charles Acland ist Soldat mit jeder Faser. Als er bei einem Einsatz im Irak schwer verletzt wird, zieht es ihm den Boden unter den Füßen weg. Der vormals fröhliche, offenherzige Charles wandelt sich im Krankenhaus zu einem verschlossenen, aggressiven Einzelgänger, der jegliche Aufmerksamkeit und Zuneigung zurückweist.

Als er aus dem Krankenhaus – und der Armee – entlassen wird, muss er sich in London ein neues Leben aufbauen. Er eckt überall an, bis er zufällig die Bekanntschaft von Jackson macht, die ihm Paroli bietet. Bald gerät er unter Mordverdacht, als ein Mann, mit dem er eine Auseinandersetzung hatte, erschlagen wird. Auch die anderen Opfer der Mordserie starben an Tagen, an denen Charles in London war und für die er nur wackelige Alibis hat. Doch was sollte sein Motiv sein?

Und wenn es Charles nicht war, wer war es dann?

Nachdem ich gleich zwei Bücher hintereinander abgebrochen hatte, brauchte ich ein Buch von dem ich vorher schon wusste, dass es gut wird. Minette Walters hat mich da wirklich noch nie enttäuscht. Ich liebe ihre Art, das Buch mit Dokumenten zu durchsetzen – Zeitungsartikel, Memos, Vernehmungsprotokolle, und so weiter.

Auch diesmal bleibt es wieder spannend bis zum Schluss. Und auch wenn ich von Anfang an auf Charles’ Seite stand, gab es dennoch einen Punkt, wo selbst ich an seiner Unschlud zweifeln musste – war er es am Ende doch?

Minette Walters hat sich die 5 Sterne auf jeden Fall verdient!

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