Heat Wave (Nikki Heat #1) – Richard Castle

Kennt ihr die Fernsehserie “Castle”? Da geht es um Richard Castle, einen Schriftsteller, der Dank seiner Freundschaft mit dem Bürgermeister die Polizistin Kate Beckett bei ihrer Arbeit begleiten darf, um Stoff für seine Bücher zu sammeln.

In der Serie hält er irgenwann sein neues Buch “Heat Wave” in den Händen. Es handelt von Jameson Rook, einem Journalisten, der die Polizistin Nikki Heat bei ihrer Arbeit begleitet. Das Buch wird in der Serie immer wieder thematisiert und in die Kamera gehalten, und 2009 wurde das fiktionale Buch ganz echt veröffentlicht.

Das Buch ist der Auftakt zu einer Serie, die die Fernsehshow begleitet, und sogar darüber hinausgeht. Das derzeit letzte Buch (Band 9) wurde rund drei Jahre nach dem Ende der Show veröffentlicht. Die Bücher sind komplett in der Rolle geschrieben, d.h. der Autor ist Richard Castle, und auch die Danksagungen und der Klappentext fallen nicht aus der Rolle.

Ich habe Band 1 und 2 als Gimmick gekauft, weil ich es lustig fand, die Fernsehbücher aus der Serie neben den DVDs im Regal stehen zu haben. Es hat mir trotzdem Spaß gemacht beim lesen. Es handelt sich natürlich nicht um große Literatur, sondern um relativ kurze Kriminalfälle, die in etwa einer (fiktiven) Episode der Fernsehshow entsprechen würden. Da die Charaktere der Nikki Heat Bücher auf den Charakteren der Castle Serie basieren, hat man natürlich immer Richard Castle und Kate Beckett vor dem inneren Auge beim lesen.

Auf jeden Fall ein Must-Have für Castle-Fans!

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Grabkammer (Rizzoli & Isles #7) – Tess Gerritsen

Maura Isles darf bei einer einmaligen Untersuchung dabei sein: eine jahrtausende alte Mumie aus dem Fundus eines Museum soll geröngt werden. Doch die antike Mumie beinhaltet eine ganz moderne Leiche. Jane und Maura fangen an zu ermitteln, und bald häufen sich die Leichen. Und jemand, der im Brennpunkt der Ermittlungen steht, gibt sich für jemand anderes aus, und verschwindet kurz darauf.

Der neue Fall aus der Rizzoli & Isles Reihe hat es mal wieder in sich. Ich kann keiner Doku über das alte Ägypten widerstehen, deshalb fand ich das Thema dieses Bandes ganz besonders spannend. Ich glaube, als Kind wollte ich sogar eine zeitlang Ärchäologe werden (wenn auch Indiana Jones da nicht ganz unschuldig dran war).

Nachdem der letzte Fall sich mit möglichen übernatürlichen Tätern befasst hatte, ist dieser Band wieder sehr in der Wissenschaft geerdet. Auch wenn der Typ von der Mephisto-Gruppe auch auftaucht, so spielt er keine große Rolle.

Die Verwicklungen am Ende des Falles waren einfach großartig, ich musste beim Lesen schon auf zack bleiben.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

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Sündenkammer (Zons-Krimi #9) – Catherine Shepherd

Catherine Shepherd habe ich auf Amazon Prime Reading entdeckt. Dies ist bereits der dritte Krimi, den ich von ihr lese, und ihr Stil gefällt mir sehr gut. Die Bücher können ALLE unabhängig voneinander gelesen werden, deshalb hatte ich auch keine Skrupel mit Band 9 dieser Reihe einzusteigen.

Diese Reihe spielt in Zons, einer kleinen Stadt am Rhein. In meinem Lesemonat Februar auf Booktube habe ich das Buch bereits erwähnt, und habe die Stadt dort “Zonns” ausgesprochen… mittlerweile weiss ich aber, dass sie “Zooons” heißt.

Das Buch ist aufgeteilt in zwei Handlungsstränge: einer Mordserie in der Gegenwart, und einer Reihe mysteriöser Todesfälle vor 500 Jahren im mittelalterlichen Zons. Obwohl sich Täter, Opfer und Ermittler natürlich nie begegnen, und voneinander nichts wissen (können), haben die Todesfälle Gemeinsamkeiten – sehr spannend!

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es in der ganzen Serie jeweils um die Ermittler in Vergangenheit und Gegenwart, und ich fand das Konzept so gut, dass ich diese Reihe unbedingt nochmal mit Band #1 beginnen will.

Wer Catherine Shepherd ausprobieren möchte, sollte einen Blick auf Prime Reading behalten, sie ist immer wieder mit dem einen oder anderen Buch dort vertreten.

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Schmutzige Seelen (Ruben Hattinger #1) – Mark Franley

Den Namen Ruben Hattinger hatte ich irgendwie schon einmal aufgeschnappt, aber die Reihe war mir ansonsten nicht weiter geläufig. Den ersten Band habe ich mir dann an einem Lesewochenende bei Prime Reading ausgeliehen, als ich schnell und unkompliziert einen Krimi herunterladen wollte.

Der etwas kauzige Sonderermittler Ruben Hattinger macht Urlaub mit seiner Familie, und just passiert an seinem Urlaubsort ein sehr bizarrer Mord. Sein Interesse ist sofort geweckt, und er bietet der örtlichen Oberkomissarin Eva Lange seine Hilfe an.

Kaum ist der erste Verdächtige verhaftet, gehen die Morde weiter. Hattinger lässt sich offiziell der Ermittlung zuweisen, und macht sich mit Komissarin Lange auf die Jagd nach dem Mörder.

Hattinger hat mir sehr gut gefallen, weil er nicht so ein klischeehafter kaputter Typ ist (Frau weg, Haus weg, Alkohol, bla bla), sondern eine prima Beziehung zu Frau und Tochter hat. Ich hoffe, das bleibt in weiteren Bänden auch so. Er ist auch kein völlig abgefahrener Autist (wie z.B. Adrian Monk), sondern einfach nur ein bisschen exzentrisch. Gerade so viel, dass er ungewöhnlich ist, aber nicht so überzeichnet, dass er unglaubwürdig wäre.

Ich habe in letzter Zeit vermehrt Lust auf Ermittler-Krimis, und werde sicher noch mehr Bände dieser Reihe lesen.

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Blutmale (Rizzoli & Isles #6) – Tess Gerritsen

Jane Rizzoli und Maura Isles geraten wieder einmal in einen sehr spannenden Fall. Gibt es das personifizierte Böse wirklich? Werden bösartige Gene vererbt? Eine Gruppe Pseudowissenschaftler, die davon überzeugt ist, mischt sich in die Ermittlungen ein.

Dieser Band hat mir ausgesprochen gut gefallen. Beide Seiten werden ausführlich beleuchtet – einerseits die Überzeugung, es gäbe so etwas wie ein Geschlecht böser Wesen, die sich seit biblischen Zeiten fortpflanzen um den Menschen zu schaden, und andererseits die nüchterne Herangehensweise der Ermittler, die nicht an übernatürliches Zeug glauben, sondern der Auffassung sind, dass es eben einfach kranke Arschlöcher gibt.

Am Schluss gibt es einen richtig guten Showdown, der zwar irgendwie sehr klischeehaft ist und an einen 80er-Jahre Gruselfilm erinnert, aber der meiner Meinung nach einfach super gepasst hat. Der allerletzte Satz in der englischen Ausgabe hat mir übrigens am Besten gefallen.

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Dunkle Botschaft von Catherine Shepherd: Rezension

Dunkle Botschaft von Catherine Shepherd habe ich bei Prime Reading entdeckt. Da mir der Blütenjäger auch schon gut gefallen hatte, lieh ich es kurzerhand aus.

Hinter dem Pseudonym Catherine Shepherd verbirgt sich die deutsche Schriftstellerin Katrin Schäfer, die sich als erfolgreiche Thriller-Autorin etabliert hat. Sie schreibt gleich drei verschiedene Krimi-Reihen. Angefangen mit den Zons-Krimis, die in der gleichnamigen Kleinstadt am Rhein spielen. Ausserdem ermitteln in ihren eigenen Serien zum einen die Spezialermittlerin Laura Kern, und zum anderen die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Die Bücher müssen nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, sondern können auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Dunkle Botschaft ist der vierte Band aus der Julia Schwarz Reihe. Auch ohne die vorherigen drei Bände gelesen zu haben, hatte ich keinerlei Probleme, den Protagonisten und dem Fall zu folgen. Es gibt offensichtlich eine Vorgeschichte mit ihrem Kollegen, aber alles was ich wissen musste, wurde im Buch selbst erwähnt.

Der Fall selbst ist ziemlich spannend. Ein verrückter Serienkiller treibt sein Unwesen, und hinterlässt rätselhafte Nachrichten bei seinen Opfern. Julia Schwarz muss seine Aufgaben lösen, um ihm auf die Schliche zu kommen und weitere Morde zu verhindern. Dann tappt sie selbst in die Falle und wird gezwungen, über Leben oder Tod eines weiteren Opfers zu entscheiden.

Wie auch schon beim Blütenjäger bekommt der Leser hier wieder Einblicke in die Vergangenheit des Täters. Wir erleben quasi mit, wie er zu so einer kranken Persönlichkeit werden konnte. Shepherd verrät dabei aber nicht, wer er ist. Dieses Stilmittel kenne ich zum Teil von Minette Walters und Tess Gerritsen, aber Shepherd nutzt es wirklich gekonnt aus. Dieser “Trick” gefällt mir sehr gut, weil man so einen viel tieferen Einblick in die Beweggründe des Täters bekommt. Ich werde sicherlich noch mehr Bücher von ihr lesen.

Dunkle Botschaft von Catherine Shepherd im Buchhandel:
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Der siebte Tod von Paul Cleave: Rezension

Der siebte Tod von Paul Cleave

Dieser Thriller spielt in Christchurch, auf der Südinsel Neuseelands. Ein brutaler Serienmörder sucht die Stadt heim, und die Polizei tappt immer noch im Dunkeln. Joe arbeitet als Reinigungskraft im Polizeipräsidium und gilt als geistig minderbemittelt. Er folgt den Ermittlungen jedoch genau, denn er weiss, wer der Mörder ist. Und eines ist nur ihm klar: der siebte Tod gehört nicht dazu, denn die Frau wurde von jemand anderem ermordet.

Ich fand die Prämisse des Buches sehr interessant, denn zur Abwechslung wird die Handlung nicht aus der Sicht der Ermittler erzählt, sondern wir folgen dem Mörder und seinen Machenschaften. Paul Cleave schreibt unterhaltsam und kurzweilig, und Joe wächst einem schnell ans Herz.

In der Mitte des Buches ändert sich der Schreibstil allerdings ganz abrupt. Wo die Morde bisher kaum im Detail beschrieben wurden, geschen urplötzlich Dinge, die in brutalsten Einzelheiten beschrieben werden. Ich gebe zu, dass ich ganz Passagen übersprungen habe, und nur die jeweils letzte Zeile der Seiten gelesen habe um zu sehen, ob die Passage vorbei ist. Danach kehrt Cleave wieder zu dem eher beschaulichen Stil der ersten Hälfte zurück.

Ich kann mir diesen Stilwechsel eigentlich nur damit erklären, dass diese Szenen der Aufhänger für die ganze Geschichte waren. Ich hatte das Gefühl, dies war die Idee, die Cleave als erstes eingefallen ist, an der er herumgefeilt hat, und die er unbedingt unterbringen wollte. Die restliche Handlung wurde dann eher so darum herumgebaut. Ob das stimmt, weiss ich natürlich nicht, aber anders kann ich mir das Ganze nicht erklären.

Das Buch war aber auch mit der eigenartigen Mitte sehr unterhaltsam und ich wollte wissen, wie es weitergeht.

Lest selbst ob die Mordserie wirklich aufgeklärt wird, oder am Ende doch der Falsche dafür büßen muss!

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Der Blütenjäger von Catherine Shepherd: Rezension

Der Blütenjäger von Catherine Shepherd

Eine junge Frau wird erschossen im Wald aufgefunden. Der Täter hat mysteriöse Spuren hinterlassen, und offensichtlich wurde das Opfer aus einem Nachtclub entführt. Bald sind die Berliner Discos nicht mehr sicher. Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen, und es gibt gleich mehrere Tatverdächtige. Der Blütenjäger von Catherine Shepherd ist durchsetzt mit Rückblicken in die Vergangenheit, zu einem Ereignis, das den aktuellen Morden ähnlich ist. Doch ob der Junge von damals wirklich etwas mit den Morden von heute zu tun hat, wird erst am Schluss aufgeklärt.

Gut gefallen hat mir, dass tatsächlich mehrere Verdächtige sowohl ein Motiv als auch die Möglichkeit für die Morde gehabt hätten, so dass man sich nie ganz entscheiden kann, wer der ‘Favorit’ ist. Noch mehr gefallen hat mir, wer am Ende wirklich der Täter war.

Die Ermittler haben mir auch ganz gut gefallen, allerdings fand ich das seltsame Beziehungsdreieck zwischen der Ermittlerin Laura Kern, ihrem Freund, und ihrem Partner etwas konstruiert und unnötig. Dies ist der vierte Band in der Serie, vielleicht hat man da mehr Einblicke wenn man die vorhergehenden Teile gelesen hat.

Ansonsten ein eingängiger, gut wegzulesender Krimi.

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Glennkill von Leonie Swann: Rezension

Rezension: Glemmkill von Leonie Swann

Irgendwie hatte bereits jeder, den ich kenne Glennkill von Leonie Swann schon gelesen. Selbst solche Leute, die sonst eigentlich nur wenig bis gar nicht lesen. Sogar in Übersetzungen. Ich war also wirklich schon spät dran.

Der Schäfer George liegt tot auf der Weide. Kein Schaf hat etwas gesehen. Doch wer würde den sanftmütigen George einfach so umbringen? Die Schafe, angeführt von Miss Maple (dem schlausten Schaf von Glennkill und vielleicht der ganzen Welt), beginnen zu ermitteln.

Der Anfang zog mich gleich in seinen Bann, es war sehr spaßig, die verschiedenen Schafe kennenzulernen. Da gibt es Miss Maple, das schlauste Schaf von Glennkill. Sir Ritchfield, der Leitwidder. Othello, das ehemalige Zirkusschaf. Mopple the Whale, das Gedächtnisschaf…. schnell findet man sich in der Herde zurecht, denn kein Schaf ist wie das andere.

Auch die Menschen lernen wir kennen – durch die Augen der Schafe. So gibt es den Metzger, vor dem alle Angst haben, oder den Pastor, der in Gottes Haus wohnt und Gottes Acker pflegt, und deshalb natürlich “Gott” heisst. Gabriel ist ein Schäfer, den alle erstmal toll finden, weil er einen Mantel aus Schurwolle trägt und so gut riecht. Beth dagegen riecht komisch und verteilt immer Hefte mit guten Taten.

Ich hatte trotzdem so meine Bedenken, denn eine Geschichte, die 400 Seiten lang auf ein- und derselben Weide spielen sollte…..? Um Gottes Willen. Wird das nicht langweilig? Wie behält man einen Spannungsbogen in einer Mordermittlung, in der keine (menschlichen) Zeugen oder Tatverdächtigen verhört werden können? Keiner Fingerabdrücke nehmen oer vergleichen kann? Wo obendrein die Ermittler menschliches Verhalten nur schwer deuten können?

Aber meine Zweifel waren unbegründet. Die Schafe sind seit Georges Tod recht viel sich allein überlassen, und so unternehmen sie Ausflüge um im Dorf und der Umgebung zu ermitteln, und das auch recht erfolgreich.

Spoiler
Etwas blöd fand ich, dass sie zwar die Zusammenhänge des Mordes richtig ermitteln, den Täter aber dann doch nur durch Zufall finden, und das Motiv völlig falsch interpretieren.

Auf jeden Fall ist Glennkill von Leonie Swann eine tolle Abwandlung des traditionellen Krimis, und funktioniert einfach wunderbar!

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Scheintot (Rizzoli & Isles #5)

von Tess Gerritsen

Ich hatte mir ja selbst auferlegt, nur noch einen Band dieser Reihe pro Monat zu lesen, damit ich länger etwas davon habe. Also – ich habe das Buch am 30. September nach dem Abendessen angefangen, mit der Absicht, es “im Oktober” zu lesen. Und was soll ich sagen? Um 5 Uhr morgens am 1. Oktober hatte ich es durch. Auf dem Cover meiner Ausgabe steht eine Kritik: “Putting it down is not an option”, und genauso war es auch. Ich konnte nicht aufhören, und habe es in einer einzigen Nacht durchgelesen.

Es geht um eine junge Frau, der Schreckliches widerfährt, als sie skrupellosen Menschenhändlern in die Hände fällt. Etwa zur gleichen Zeit wacht in Mauras Kühlraum eine Leiche auf, die nicht so tot ist, wie sie eigentlich sein sollte. Jane ist endlich im Mutterschutz, und befindet sich zufällig gerade zur Untersuchung im Krankenhaus nebenan, als sich ein Drama entspinnt.

Bald hat nicht nur das FBI seine Finger im Spiel, sondern auch andere Geheimdienste, die Maura und Jane ständig Steine in den Weg legen. Was soll hier vertuscht werden? Und warum weiss der FBI Chef nicht, was seine Ermittler tun?

Dies war bisher der spannendste Band der Reihe, und ein Buch das mich bis zum Frühstück wach hält, MUSS einfach 5 Sterne bekommen.

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