Sündenkammer (Zons-Krimi #9) – Catherine Shepherd

Catherine Shepherd habe ich auf Amazon Prime Reading entdeckt. Dies ist bereits der dritte Krimi, den ich von ihr lese, und ihr Stil gefällt mir sehr gut. Die Bücher können ALLE unabhängig voneinander gelesen werden, deshalb hatte ich auch keine Skrupel mit Band 9 dieser Reihe einzusteigen.

Diese Reihe spielt in Zons, einer kleinen Stadt am Rhein. In meinem Lesemonat Februar auf Booktube habe ich das Buch bereits erwähnt, und habe die Stadt dort “Zonns” ausgesprochen… mittlerweile weiss ich aber, dass sie “Zooons” heißt.

Das Buch ist aufgeteilt in zwei Handlungsstränge: einer Mordserie in der Gegenwart, und einer Reihe mysteriöser Todesfälle vor 500 Jahren im mittelalterlichen Zons. Obwohl sich Täter, Opfer und Ermittler natürlich nie begegnen, und voneinander nichts wissen (können), haben die Todesfälle Gemeinsamkeiten – sehr spannend!

Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es in der ganzen Serie jeweils um die Ermittler in Vergangenheit und Gegenwart, und ich fand das Konzept so gut, dass ich diese Reihe unbedingt nochmal mit Band #1 beginnen will.

Wer Catherine Shepherd ausprobieren möchte, sollte einen Blick auf Prime Reading behalten, sie ist immer wieder mit dem einen oder anderen Buch dort vertreten.

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Schmutzige Seelen (Ruben Hattinger #1) – Mark Franley

Den Namen Ruben Hattinger hatte ich irgendwie schon einmal aufgeschnappt, aber die Reihe war mir ansonsten nicht weiter geläufig. Den ersten Band habe ich mir dann an einem Lesewochenende bei Prime Reading ausgeliehen, als ich schnell und unkompliziert einen Krimi herunterladen wollte.

Der etwas kauzige Sonderermittler Ruben Hattinger macht Urlaub mit seiner Familie, und just passiert an seinem Urlaubsort ein sehr bizarrer Mord. Sein Interesse ist sofort geweckt, und er bietet der örtlichen Oberkomissarin Eva Lange seine Hilfe an.

Kaum ist der erste Verdächtige verhaftet, gehen die Morde weiter. Hattinger lässt sich offiziell der Ermittlung zuweisen, und macht sich mit Komissarin Lange auf die Jagd nach dem Mörder.

Hattinger hat mir sehr gut gefallen, weil er nicht so ein klischeehafter kaputter Typ ist (Frau weg, Haus weg, Alkohol, bla bla), sondern eine prima Beziehung zu Frau und Tochter hat. Ich hoffe, das bleibt in weiteren Bänden auch so. Er ist auch kein völlig abgefahrener Autist (wie z.B. Adrian Monk), sondern einfach nur ein bisschen exzentrisch. Gerade so viel, dass er ungewöhnlich ist, aber nicht so überzeichnet, dass er unglaubwürdig wäre.

Ich habe in letzter Zeit vermehrt Lust auf Ermittler-Krimis, und werde sicher noch mehr Bände dieser Reihe lesen.

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Blutmale (Rizzoli & Isles #6) – Tess Gerritsen

Jane Rizzoli und Maura Isles geraten wieder einmal in einen sehr spannenden Fall. Gibt es das personifizierte Böse wirklich? Werden bösartige Gene vererbt? Eine Gruppe Pseudowissenschaftler, die davon überzeugt ist, mischt sich in die Ermittlungen ein.

Dieser Band hat mir ausgesprochen gut gefallen. Beide Seiten werden ausführlich beleuchtet – einerseits die Überzeugung, es gäbe so etwas wie ein Geschlecht böser Wesen, die sich seit biblischen Zeiten fortpflanzen um den Menschen zu schaden, und andererseits die nüchterne Herangehensweise der Ermittler, die nicht an übernatürliches Zeug glauben, sondern der Auffassung sind, dass es eben einfach kranke Arschlöcher gibt.

Am Schluss gibt es einen richtig guten Showdown, der zwar irgendwie sehr klischeehaft ist und an einen 80er-Jahre Gruselfilm erinnert, aber der meiner Meinung nach einfach super gepasst hat. Der allerletzte Satz in der englischen Ausgabe hat mir übrigens am Besten gefallen.

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Das Königsschwert (Uhtred #12) – Bernard Cornwell

Dies ist der zwölfte Band der Uhtred-Reihe, die mittlerweile auch unter dem Titel des ersten Bandes (The Last Kingdom) verfilmt wird.

Eigentlich ist Uhtred ganz zufrieden mit seinem Leben – er wohnt in seiner Festung Bebbanburg, die Schotten machen nicht allzuviel Ärger an der Grenze, seiner Familie geht es gut. Doch dann erreichen ihn Nachrichten aus Wessex. König Edward soll angeblich im sterben liegen, und seine dritte Frau Eadgifu ist mit den infantilen Söhnen in ein Kloster nach Kent geflohen um möglichen Anschlägen zu entgehen.

Uhtred sieht sich an einen Schwur gebunden, den er vor langer Zeit geleistet hat, und segelt nach Kent, um Eadgifu zu retten. Eigentlich will er gleich wieder nach Nordumbrien zurückkehren, doch dann stirbt Edward wirklich, und es kommt mal wieder alles anders als Uhtred es geplant hatte.

In der bisherigen Geschichte sah Uhtred sich häufiger schon mit einem überlegenen Feind konfrontiert, doch diesmal hat er wirklich nur eine Handvoll Gefährten dabei, und muss in Ermangelung anderer Verbündeter sogar Kinder rekrutieren, die ihm helfen sollen.

Die Schlacht am Ende war wirklich spannend, da sie (wieder einmal) aussichtslos erscheint, und Bernard Cornwell bekannterweise ja auch nicht davor zurückschreckt, Uhtred verlieren zu lassen und fast aufs Sterbebett zu bringen, oder ihn in die Sklaverei zu verkaufen am Ende eines Buches. Der Ausgang war also keineswegs abzusehen, und deshalb wirklich spannend.

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Buchblog SEO

Ich habe die letzten sechs Rezensionen mal nach SEO Gesichtspunkten geschrieben. Also so, dass sie Suchmaschinen-optimiert sind, und alle Kriterien eines “guten” SEO Posts erfüllen.

Das war echt anstrengend, denn wenn ich die Rezi so geschrieben habe, wie ich es wollte, bekam ich dauernd so Meldungen wie “Die Schlagwörter kommen nicht im ersten Absatz vor” oder “Die Metabeschreibung ist zu lang” oder “Du verwendest zu wenig Zwischenüberschriften”.

Das war echt nervig.

Da ich mit diesem Blog nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten will, sondern allerhöchstens ein paar Pfennige bekomme, wenn ihr über einen Affiliate-Link ein Buch bestellt, werde ich das mit dem ausgefeilten “guten” SEO auch wieder sein lassen. Ich schreibe also künftig meine Rezis wieder so, wie sie mir passen.

Wer mit WordPress arbeitet und seine Beiträge SEO-tauglich machen will, sich aber noch nicht so gut auskennt, dem empfehle ich das Plugin Yoast SEO. Mit der kostenlosen Variante kann man schon wirklich viel machen, die Pro-Version braucht man wirklich nur wenn man eine Firmenseite o.ä. betreibt.

Bis bald!

Inspired Magie der Muse von Nicole Gozdek: Rezension

Inspired Magie der Muse

Jay lebt im menschlichen Getto von Tressina City, und hat einen Plan: er wird ein Verbrechergenie werden! Alles, was er dazu tun muss, ist mal eben eine Muse zu entführen. Leider hat Jay wenig Ahnung davon, wie Musenmagie funktioniert, und die Muse, die er entführt, wehrt sich auch noch mit allen Mitteln. So geht sein Plan also mal so richtig schief. Ich habe mich sehr auf Inspired Magie der Muse gefreut, denn Nicole Gozdek denkt sich immer sehr originelle Charaktere und Welten aus.

Was wie ein (fast) normaler Krimi beginnt, entwickelt sich schnell zu einem fantastischen Abenteuer, in dem nicht nur magische Musen, sondern auch Elfen, Trolle, Teufel, Höllenhunde, und sogar Sandmännchen vorkommen. Und das nicht etwa in einer typischen irgendwie mittelalterlich angehauchten High Fantasy Welt, sondern in einer modernen Stadt, in der die Musen Smartphones und Elektroschocker haben, und der Elf einen gepanzerten SUV fährt.

Ja, es ist auch irgendwie eine Romanze, aber auch wenn ich Romanzen überhaupt nicht mag, war diese doch sehr unterhaltsam erzählt. Die Geschichte hat viel Humor und ich musste häufig grinsen beim lesen. Es werden aber auch etwas ernstere Themen behandelt, wie den Verlust von Freunden, die Verantwortung gegenüber der Familie, und welche Konsequenzen es haben kann, wenn man seine Eltern auf ein Podest stellt, auf dass sie leider nicht gehören.

Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Mal wieder. Nicole Gozdek schafft das bisher mit jedem Buch, dass ich von ihr gelesen habe!

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Dunkle Botschaft von Catherine Shepherd: Rezension

Dunkle Botschaft von Catherine Shepherd habe ich bei Prime Reading entdeckt. Da mir der Blütenjäger auch schon gut gefallen hatte, lieh ich es kurzerhand aus.

Hinter dem Pseudonym Catherine Shepherd verbirgt sich die deutsche Schriftstellerin Katrin Schäfer, die sich als erfolgreiche Thriller-Autorin etabliert hat. Sie schreibt gleich drei verschiedene Krimi-Reihen. Angefangen mit den Zons-Krimis, die in der gleichnamigen Kleinstadt am Rhein spielen. Ausserdem ermitteln in ihren eigenen Serien zum einen die Spezialermittlerin Laura Kern, und zum anderen die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Die Bücher müssen nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, sondern können auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Dunkle Botschaft ist der vierte Band aus der Julia Schwarz Reihe. Auch ohne die vorherigen drei Bände gelesen zu haben, hatte ich keinerlei Probleme, den Protagonisten und dem Fall zu folgen. Es gibt offensichtlich eine Vorgeschichte mit ihrem Kollegen, aber alles was ich wissen musste, wurde im Buch selbst erwähnt.

Der Fall selbst ist ziemlich spannend. Ein verrückter Serienkiller treibt sein Unwesen, und hinterlässt rätselhafte Nachrichten bei seinen Opfern. Julia Schwarz muss seine Aufgaben lösen, um ihm auf die Schliche zu kommen und weitere Morde zu verhindern. Dann tappt sie selbst in die Falle und wird gezwungen, über Leben oder Tod eines weiteren Opfers zu entscheiden.

Wie auch schon beim Blütenjäger bekommt der Leser hier wieder Einblicke in die Vergangenheit des Täters. Wir erleben quasi mit, wie er zu so einer kranken Persönlichkeit werden konnte. Shepherd verrät dabei aber nicht, wer er ist. Dieses Stilmittel kenne ich zum Teil von Minette Walters und Tess Gerritsen, aber Shepherd nutzt es wirklich gekonnt aus. Dieser “Trick” gefällt mir sehr gut, weil man so einen viel tieferen Einblick in die Beweggründe des Täters bekommt. Ich werde sicherlich noch mehr Bücher von ihr lesen.

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Gemeines Getier von Amy Stewart: Rezension

Gemeines Getier von Amy Stewart

Gemeines Getier von Amy Stewart informiert sachlich und witzig über alle Insekten, die uns versehentlich oder absichtlich umbringen könnten.

Blutsaugende Läuse, eierlegende Flöhe und fleischfressende Maden sind nur der Anfang dieses Streifzugs durch die Entomologie. Das ist der Zweig der Zoologie, der sich mit Insekten befasst. Aber auch andere Tiere wie Spinnen oder Fledermäuse werden beleuchtet.

Auf einer literarischen Reise um die ganze Welt lernt man exotische Tiere kennen, die unglaublich klingen. Die Lust auf Fernreisen in so manches Gebiet kann einem da ganz schön verhagelt werden. Aber auch einheimisches Viehzeug kann einem schwer zu schaffen machen. Der Beitrag zu Bettwanzen hat mir Gänsehaut verursacht, und ich habe mir 3 Nächte lang eingebildet, von etwas gebissen worden zu sein. Das stimmte natürlich nicht, aber unheimlich war es schon.

Zu fast jedem Getier gibt es eine Anekdote von Menschen, die ihm anheim gefallen sind, und wie sie die Plagegeister wieder losgeworden sind (oder auch nicht). Manche kann man mit einfachen Hausmitteln vertreiben, oder durch einfache Vorsichtsmaßnahmen von vorneherein vermeiden. Andere machen einen Besuch beim Arzt unumgänglich, und in selteneren Fällen sind die Begegnungen sogar tödlich.

Das Buch ist trotz des krabbeligen Themas mit viel Humor gewürzt, und hat sehr viel Spaß gemacht beim Lesen. Die meisten Tiere werden mit einer schwarz-weißen Zeichnung dargestellt, es gibt also keine ekligen Fotos.

Amy Stewart ist Amerikanerin, und wenn im Buch von “bei uns” die Rede ist, sind damit immer die USA gemeint.

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Der siebte Tod von Paul Cleave: Rezension

Der siebte Tod von Paul Cleave

Dieser Thriller spielt in Christchurch, auf der Südinsel Neuseelands. Ein brutaler Serienmörder sucht die Stadt heim, und die Polizei tappt immer noch im Dunkeln. Joe arbeitet als Reinigungskraft im Polizeipräsidium und gilt als geistig minderbemittelt. Er folgt den Ermittlungen jedoch genau, denn er weiss, wer der Mörder ist. Und eines ist nur ihm klar: der siebte Tod gehört nicht dazu, denn die Frau wurde von jemand anderem ermordet.

Ich fand die Prämisse des Buches sehr interessant, denn zur Abwechslung wird die Handlung nicht aus der Sicht der Ermittler erzählt, sondern wir folgen dem Mörder und seinen Machenschaften. Paul Cleave schreibt unterhaltsam und kurzweilig, und Joe wächst einem schnell ans Herz.

In der Mitte des Buches ändert sich der Schreibstil allerdings ganz abrupt. Wo die Morde bisher kaum im Detail beschrieben wurden, geschen urplötzlich Dinge, die in brutalsten Einzelheiten beschrieben werden. Ich gebe zu, dass ich ganz Passagen übersprungen habe, und nur die jeweils letzte Zeile der Seiten gelesen habe um zu sehen, ob die Passage vorbei ist. Danach kehrt Cleave wieder zu dem eher beschaulichen Stil der ersten Hälfte zurück.

Ich kann mir diesen Stilwechsel eigentlich nur damit erklären, dass diese Szenen der Aufhänger für die ganze Geschichte waren. Ich hatte das Gefühl, dies war die Idee, die Cleave als erstes eingefallen ist, an der er herumgefeilt hat, und die er unbedingt unterbringen wollte. Die restliche Handlung wurde dann eher so darum herumgebaut. Ob das stimmt, weiss ich natürlich nicht, aber anders kann ich mir das Ganze nicht erklären.

Das Buch war aber auch mit der eigenartigen Mitte sehr unterhaltsam und ich wollte wissen, wie es weitergeht.

Lest selbst ob die Mordserie wirklich aufgeklärt wird, oder am Ende doch der Falsche dafür büßen muss!

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Der Blütenjäger von Catherine Shepherd: Rezension

Der Blütenjäger von Catherine Shepherd

Eine junge Frau wird erschossen im Wald aufgefunden. Der Täter hat mysteriöse Spuren hinterlassen, und offensichtlich wurde das Opfer aus einem Nachtclub entführt. Bald sind die Berliner Discos nicht mehr sicher. Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen, und es gibt gleich mehrere Tatverdächtige. Der Blütenjäger von Catherine Shepherd ist durchsetzt mit Rückblicken in die Vergangenheit, zu einem Ereignis, das den aktuellen Morden ähnlich ist. Doch ob der Junge von damals wirklich etwas mit den Morden von heute zu tun hat, wird erst am Schluss aufgeklärt.

Gut gefallen hat mir, dass tatsächlich mehrere Verdächtige sowohl ein Motiv als auch die Möglichkeit für die Morde gehabt hätten, so dass man sich nie ganz entscheiden kann, wer der ‘Favorit’ ist. Noch mehr gefallen hat mir, wer am Ende wirklich der Täter war.

Die Ermittler haben mir auch ganz gut gefallen, allerdings fand ich das seltsame Beziehungsdreieck zwischen der Ermittlerin Laura Kern, ihrem Freund, und ihrem Partner etwas konstruiert und unnötig. Dies ist der vierte Band in der Serie, vielleicht hat man da mehr Einblicke wenn man die vorhergehenden Teile gelesen hat.

Ansonsten ein eingängiger, gut wegzulesender Krimi.

Der Blütenjäger von Catherine Shepherd im Buchhandel:
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